Internetnormen

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Für die Gestaltung von Internetseiten gibt es seit über 12 Jahren internationale Standards. Hüterin der Normen für das Webdesign ist das W3C, das World Wide Web Consortium in den USA, eine privatwirtschaftlich organisierte Vereinigung...

Privatwirtschaftlich organisierte Regeln

1994 wurde in den USA das World Wide Web Consortium (W3C) als privatwirtschaftlich organisierte Vereinigung gegründet, mit dem Ziel, der gerade entstehenden neuen Welt des internationalen und vor allem öffentlichen Internets Regeln zu geben. Eine Auswahl zu diesen Regeln und Standards finden Sie am Ende dieser Seite.

Johann Sebastian Bach in Arnstadt, lange vor dem Wohltemperierten Klavier

Der Anfang der Verständigung

HTML könnte man als die Muttersprache des Internets bezeichnen. HTML wurde 1989 in der wissenschaftlichen Hochburg CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) in der Schweiz von Sir Timothy John Berners-Lee (Tim Berners-Lee), einem englischen Informatiker, entwickelt. Es entstand aus der Idee, Informationen auf elektronischem Weg möglichst plattformunabhängig austauschen zu können, weil die vorhandenen Informationstechniken nicht miteinander kompatibel waren.

Tim Berners-Lee ist nicht nur der Entwickler von HTML. Er ist der Vater des World Wide Web und der Gründer des W3C, dem er heute vorsteht. Mehr zur Internetgeschichte finden Sie bei Wikipedia.

Das Internet vor 17 Jahren

Mitte der 1990er Jahre begann das Internet, sich mit dem World Wide Web weltweit als neues Informationsmedium zu verbreiten. Es gab plötzlich eine neue Verständigungsform, und es gab das schmucklose HTML.

In Deutschland begann diese neue Entwicklung zögerlich mit der Einführung des Betriebssystems Windows 95 von Microsoft Fuß zu fassen. Im Hype des s.g. Neuen Marktes Ende der 1990er Jahre und mit Einführung von Windows 98 sowie der Bereitstellung von ISDN (Dienste integrierendes digitales Netz) entwickelten sich im World Wide Web bemerkenswerte Zuwächse. International war der Durchbruch geschafft.

Erforderliche Regeln

Mit dem Durchbruch des Internets ging einher, dass viele, die sich dazu berufen fühlten, damit begannen, Ihre eigenen Seiten zu veröffentlichen. So entstanden geistreiche und geistlose, erste Gehversuche im Webdesign, ohne dass dieser Begriff in seiner heutigen Bedeutung überhaupt existierte. Es wurden alle zur Verfügung stehenden Anstrengungen unternommen um ansehbare Angebote bereitzustellen. Dabei wurde jedes Mittel, dass nur ansatzweise Erfolg versprach, genutzt. Aus dieser Zeit stammen auch solche Begriffe wie: “optimiert für Netscape” oder “optimiert für Internet Explorer”. Internetseiten wurden also nach den am weitesten verbreiteten Browsern ausgerichtet.

Allmählich wurde es jetzt Zeit, dass sich jemand darum kümmert, Regeln zu schaffen, um allen im Internet Aktiven eine einheitliche Arbeitsgrundlage zu bieten.

Das World Wide Web Consortium

Eigentlich ist in Deutschland alles gesetzlich oder normativ geregelt, sollte man glauben. Aber nein: beim Internet ist alles anders. Es gibt für das Internet weder eine DIN noch eine ISO-Vorschrift noch andere, eigenständige Regelwerke.

Alles, was im Internet als Normen, Standards oder Richtlinien bezeichnet wird, ist das Ergebnis privatwirtschaftlichen Engagements - im Wesentlichen unter Federführung des W3C. Selbst die BITV, 2002 verabschiedet und - die technischen Standards betreffend - bereits in die Jahre gekommen, ist im engeren Sinne eine Kopie der WCAG 1.0 des W3C von 1999.

Wozu die Standards des W3C?

Die Standards des W3C sind nicht nur als Richtschnur für das Handeln von Webdesignern zu verstehen. Vielmehr gelten die Standards den Unternehmen, die sich mit der Entwicklung relevanter Software für die Nutzung des Internets befassen (z.B. Browserhersteller).

Der Effekt der Internetstandards ist vergleichbar dem der Normierung sonst. (Wenn die Glühlampe auf Ihrem Schreibtisch kaputt ist, dann kaufen Sie auch irgend eine neue: und das Gewinde passt selbstverständlich in die Fassung.)

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Externe Angebote zum Thema

  • W3C: Homepage des World Wide Web Consortiums (W3C) in englischer Sprache. Übersicht zu den verschiedensten Standards, Richtlinien und Tools.
  • Deutsch-Österreichisches Büro des W3C: Homepage in deutscher Sprache mit aktuellen Informationen und Übersichten zu deutschsprachigen Übersetzungen der verschiedensten Dokumente des W3C.
  • Deutschsprachige Dokumente des W3C: Übersicht zu deutschsprachigen Übersetzungen der verschiedensten Dokumente des W3C.

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